NAADP, CD38 und Ca2

NAADP, CD38 und Ca2

Einleitung
1.1 Funktionen des nativen Immunsystems
Um die Gefahr einer Infektion durch Bakterien, Viren, Würmer und anderer Pathogene
zu minimieren, entwickelte sich in Säugetieren ein komplexes Verteidigungssystem, das
Immunsystem, welches sich in das angeborene und das adaptive Immunsystem unterteilen
lässt. Das angeborene Immunsystem besteht aus unterschiedlichen phagozytischen
Zellen, zu denen unter anderem neutrophile Granulozyten, eosinophile Granulozyten
und Makrophagen gehören. Ein weiterer Bestandteil des angeborenen Immunsystems ist
das Komplementsystem, welches aus einem Verband von Proteinen des Blutsystems besteht.
Die neutrophilen Granulozyten machen ca. 70% der weißen Blutzellen aus. Diese
Zellen können die Blutbahn verlassen und durch amöboide Bewegungen zum Infektionsherd
gelangen und Pathogene durch Phagozytose zerstören. Neutrophile Granulozyten
sind darauf spezialisiert Bakterien zu phagozytieren und nehmen somit eine Schlüsselposition
des angeborenen Immunsystems bei der bakteriellen Abwehr ein (Janeway et
al, 2002). Eine weitere Gruppe der phagozytierenden Zellen sind die Monozyten, die
durch das Blutsystem zirkulieren und im Fall einer Infektion in das betroffene Gewebe
einwandern und dort zu Makrophagen differenzieren. Makrophagen zeichnen sich durch
ihre hohe Effizienz bei der Phagozytose und durch ihre Langlebigkeit aus. Eosinophile
Granulozyten machen nur 1,5% der weißen Blutzellen aus und sind weniger phagozytisch
aktiv als neutrophile Granulozyten und Makrophagen. Sie haben jedoch eine wichtige
Funktion bei der Abwehr großer Parasiten, wie etwa vor Würmern, die nicht durch
Phagozytose aufgenommen werden können. Die Neutrophilen und Makrophagen, die
auch als professionelle phagozytische Zellen bezeichnet werden, besitzen spezialisierte
Lysosomen, die nach Aufnahme eines Pathogens mit dem sogenannten Phagosom fusionieren.
Bei diesem Vorgang kommen die aufgenommenen Pathogene mit sehr reaktiven
Molekülen wie Superoxid (O2
-) und Hypochlorit (OCl-) in Kontakt, sowie mit einer Mischung
aus lysosomalen Hydrolasen, was zu einem Abbau der Pathogene führt (Alberts et
al, 2002). Ein Schwerpunkt der Makrophagen ist die Beseitigung von beschädigtem oder
abgestorbenem Gewebe und die Aufnahme von großen Mikroorganismen wie Protozoen.
Dendritische Zellen sind ebenfalls in der Lage durch Phagozytose Krankeitserreger
aufzunehmen. Nach der Aufnahme migrieren diese Zellen über lymphatische Gefäße in
die Lymphknoten und präsentieren über Oberflächenrezeptoren Poteinfragmente der aufgenommenen
Pathogene. T-Lymphozyten, deren Rezeptoren die Pathogenfragmente der
Dendritischen Zellen erkennen und binden können, werden aktiviert. Die Dendritischen
Zellen sind somit in der Lage das adaptive Immunsystem zu aktivieren. Eine weitere
Gruppe des angeborenen Immunsystems sind die natürlichen Killerzellen, die eindringende
Pathogene nicht direkt angreifen, sondern körpereigene Zellen, die mit Erregern,
wie z.B Viren infiziert sind, zerstören. Es werden auch entartete Zellen beseitigt, die zur
Tumorbildung neigen…

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